San Francisco Sprachreise: Erste Eindrücke

Wer kennt nicht die Geschichte von “Alice im Wunderland”. Ein kleines neugieriges Mädchen entdeckt während eines langweiligen Picknicks ein weißes Kaninchen und folgt diesem durch einen Kaninchenbau in eine wundersame Welt, die alles andere als langweilig ist.

Angenommen Alice währe verheiratet und müsste für die Reise durch den Kaninchenbau sowohl Visa als auch Flugtickets buchen, währe diese Geschichte auf uns übertragbar.

Verglichen mit dem langweiligen Deutschland erscheint uns San Francisco wie ein Wunderland, in welchem scheinbar nichts unmöglich ist. Um diesen Kulturschock verarbeiten zu können, ist es dabei von Notwendigkeit sämtliche Gewohnheiten und Vorstellungen von Leben abzulegen und sich auf etwas vollkommen Neues einzulassen. Beispielsweise will nicht jeder, der ein Gespräch auf der Straße beginnt, dich bestehlen oder etwas verkaufen, sondern ist tatsächlich an einer Konversation interessiert.

In San Francisco treffen dutzende Nationen aufeinander und leben dementsprechend Ihren Stil. Während man in Deutschland einigen von Ihnen durchaus eine Zwangsjacke anziehen und ein one-way Ticket in die Psychiatrie geben würde, akzeptiert man hier deren Lebensstil und versucht nicht diesen durch negative Blicke schlecht zu reden.

Der erste Tag in unserem Leben begann mit einem Einstufungstest am Brandon College, der unser Englischwissen auf die Probe stellte. Kurioserweise wurde Annis Wissen mit 81% Vollständigkeit besser bewertet als meines (79%), aber so sind halt grammatiklastige Tests. Dafür bin ich besser im mündlichen *gg* (hoffe ich zu mindest). Nichts desto trotz ist unser Wissen bezüglich den Klassen gleichwertig. Aufgrund der hohen Anzahl an Schülern wurden wir beide dennoch in verschiedene Klassen gepackt. Dieses wird sich jedoch kommende Woche bereits ändern, da Annis Klasse von einem unerfahrenen Lehrer betreut wird, was sich natürlich in der Qualität des Unterrichts wiederspiegelt.

Das Brandon College, ist ein Ort, an dem Studenten aus aller Welt zusammenkommen, um die englische Sprache zu erlernen. Interessanterweise ist auch eine beachtliche Anzahl an deutscher Studenten anzutreffen. Unser Unterricht findet von Montag bis Freitag von 9:00 - 13:00 Uhr und 14:00 bis 15:15 Uhr statt. Die Lehrer sind sehr kompetent, was die englische Sprache betrifft, und helfen wo sie nur können. Da diese kein deutsch verstehen, ist ein gewisses Selbststudium der fremden Vokabeln unabdingbar. In unserer Klasse geht es sogar so weit, dass Wörterbücher verboten sind. Wenn ein Wort unverständlich ist, erläutert der Lehrer dies auf Englisch. Daher ist ein gewisses Basiswissen der englischen Sprache Voraussetzung, um den Unterricht mitverfolgen zu können.

Nach dem Unterricht nutzen wir die Zeit um Sehenswürdigkeiten zu betrachten und San Francisco zu erforschen.

Die Unterkunft bei unserer Gastfamilie ist weit mehr als nur ein Platz zum Schlafen. Die Familie behandelt uns, als währen wir ein Teil der Familie, was die Gastfreundlichkeit wiederspiegelt. Dieses hätte ich vor der Anreise nie erwartet. Dabei sind wir nicht die einzigen Studenten. Es wohnen 5 weitere Studenten im geräumigen Haus und kommen jeweils aus Deutschland, Korea, Canada und England. Die Gastfamilie besteht aus einer Mutter und ihren drei Kindern, welche Englisch, Spanisch, Japanisch und Französisch fließend sprechen können. Die Mutter beherrscht 4 weitere Sprachen. Aufgrund des immensen Sprachwissens ist für die Mutter ein Anliegen, dass auch die Gäste die englische Sprache gut und vor allem fehlerfrei beherrschen. Daher korrigiert sie uns, wenn wir während unserer Unterhaltungen Fehler machen. Für uns ist dies eine große Hilfe, da sie uns auf typische Fehler aufmerksam machen kann. Das Highlight eines jeden Tages ist das gemeinsame Dinner. Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Studenten und Familienglieder bei Tisch und essen gemeinsam. Meistens werden zu diesem Anlass Freunde eingeladen, die wiederum redegewandt und redefreudig sind und uns in Gespräche verwickeln, die als Folge unser englisches Wissen zur Anwendung zwingen.

Wir sind bereits jetzt gespannt, was uns San Francisco noch so alles an Eindrücken vermitteln wird.

3 Antworten zu “San Francisco Sprachreise: Erste Eindrücke”

  1. hi waldy endlich habe ich deine seite gefunden suche die schon die ganze zeit es freut uns das es euch gut geht wir haben uns sorgen gemacht wegen den tornados in san francisco aber gut das euch nichts passiert ist. Wir verfolgen weiterhin eure berichte schreibt bitte mehr die sind sehr interessant. wir vermissen euch volle kanne und könen es kaum abwarten euch wieder zu sehen. god bless u. see u later. kiss kiss ;) nice greetings from mama und dad und iren byebye ;)

  2. Es ist gut zu wissen, dass Interesse an weiteren Berichten besteht :) Ich denke das weitere Berichte folgen werden! Es ist nicht einfach bei so viel Schule und Sightseeing gute Berichte zu schreiben *G*

  3. Hi ihr zwei!
    ist es echt so kalt da hinten bei euch? Schade das ihr so weit weg seid und wir uns hier nicht sehen können.
    bei mir hier ist es echt richtig heiß. Du schwitzt beim nichts tun. :)
    wie habt ihr denn den Memorialday verbracht?
    Wow die Kirche von der ihr geschrieben habt, die will ich auch voll gerne mal sehen. das muss ja echt ein Prachtexemplar sein was!
    Jedenfalls find ich es auch cool, dass die Menschen jeden so akzeptieren wie jeder ist. Und wenn jemand das mal nicht macht laute darauf Gefängnisstrafe oder ein saftiges Ticket .habe ich letztens nachgelesen. geniest eure zeit in Amerika und unternehmt so viel wie möglich, oder so tief wie der Geldbeutel es zulässt. ;) es macht echt Spaß eure berichte zu lesen .Wenn es geht würde ich mich über ein paar mehr Fotos riesig freuen. da ich ja in eurer Ecke noch nie gewesen bin interessiert mich das alles schon sehr. seid lieb gegrüßt .
    mo

Hinterlasse eine Antwort